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Schallschutz als wichtige Eigenschaft von Fenstern & Türen

Geschrieben am 17. 06. 2020 um 9:19 Uhr; von der Online-Redaktion

Beim Einbau von Fenstern und Türen gibt es einige wichtige Faktoren zu beachten. Neben der ansprechenden Optik und einer hohen Sicherheit spielt vor allem auch der Schallschutz eine wichtige Rolle. Wir von Eylers Tischlerei aus Bremen erläutern Ihnen, worauf es beim Schallschutz von Fenstern und Türen ankommt.

Warum ist Schallschutz so wichtig?

In den eigenen vier Wänden ist Ruhe der Schlüssel zu Entspannung. In städtischen Gebieten tragen Autos, Straßenbahnen und Fußgänger sowie Nachbarn zur Lärmkulisse bei. Aber auch in ländlichen Ortschaften hat der Verkehr zugenommen und laute Geräusche durch Tiere oder Landmaschinen sind hier meist keine Seltenheit. Damit Sie nachts dennoch ruhig schlafen und sich tagsüber ungestört in Ihrem Zuhause wohlfühlen können, ist es wichtig beim Einbau von Fenstern und Türen auf einen entsprechenden Schallschutz zu achten. Dabei können Sie zwischen fertigen Konstruktionen wählen oder auch nachträglich eine Dämmung vornehmen lassen.

Auch im Arbeitszimmer, Büro und in Musikzimmern ist Schallschutz wichtig. Tatsächlich fördert eine ruhige Umgebung nicht nur die Konzentrationsfähigkeit, sondern auch das persönliche Wohlbefinden. Um ein Ambiente zu schaffen, in dem sich Ihre Produktivität bestens entfalten lässt, sind schallgeschützte Fenster und Türen der erste Ansatz. Im Großraumbüro können Glasflächen als Zwischenwände beispielsweise den Raum größer wirken lassen, ohne dass Sie dabei auf Dämmschutz verzichten müssen. Im Hochbau müssen Sie sogar bestimmte Schalldämmmaße erreichen, um eine Baugenehmigung zu erhalten.

Schalldämmmaß – welcher Schallschutz ist geeignet?

Mit der Schallschutzverordnung DIN 4109 hat der Gesetzgeber bereits eine ziemlich genaue Kategorisierung der verschiedenen Schalldämmmaße zur Orientierung eingeführt. Konkret werden für Fenster Schallschutzklassen durch die Bewertung des Schalldämmmaßes unterschieden:

  • Schallschutzklasse 1: 25–29
  • Schallschutzklasse 2: 30–34
  • Schallschutzklasse 3: 35–39
  • Schallschutzklasse 4: 40–44
  • Schallschutzklasse 5: 45–49
  • Schallschutzklasse 6: > 50

Die Schallschutzklassen sind nach der VDI-Richtlinie 2719 kategorisiert, wobei sich die benötigte Schallschutzklasse in erster Linie von der Umgebung und Bauhöhe ergibt. Das Schalldämmmaß gibt an, wie viel Lautstärke durch die jeweilige Dämmung gefiltert wird. So bedeutet beispielsweise ein Schalldämmmaß von 35, dass der eindringende Schall um 35 dB leiser in den Innenräumen ankommt.
Türen werden in folgende Schallschutzklassen unterteilt:

  • Schallschutzklasse 1: 27/32
  • Schallschutzklasse 2: 32/37
  • Schallschutzklasse 3: 37/42
  • Schallschutzklasse 4: 42/47

Da Türen durch verschiedene Scharniere eingebaut werden, sinkt das Schalldämmmaß nach der Montage unweigerlich. Daher wird hier zwischen Bauschalldämm- und Prüfschalldämmmaß unterschieden. Die Anforderungen an jeweilige Bauumgebungen richten sich nach der DIN 4109 Anordnung und VDI-Richtlinie 4100. Bei Türen im Hausflur oder Treppenhäusern reicht in der Regel die Schallschutzklasse 1. An Schulen, Hotels oder Seminarräumen sollten Sie zumindest mit Schallschutzklasse 2 arbeiten. Wohnungstüren oder Türen, die in Räume von Praxen, Kanzleien und Ämtern führen, sind in der Regel nach Schallschutzklasse 3 eingebaut. Die Schallschutzklasse 4 richtet sich lediglich an Sonderfälle, wie beispielsweise Hochhäuser.

Was ist bei der Konstruktion zu beachten?

Wenn Sie neue Fenster und Türen einbauen, lohnt es sich, sofort auf die gewünschte Schallschutzklasse zurückzugreifen. Aber auch bestehende Fenster und Türen können Sie nachträglich noch schalldichter gestalten. Ob dies tatsächlich möglich ist, hängt maßgeblich von der Konstruktion und den verwendeten Materialien ab. Holztüren mit Glaseinsätzen beispielsweise sind schwerer zu dämmen als einfache Fensterbauten. Die Dämmstoffe sind dabei in der Regel aus Schaumstoff gefertigt, da dieser die Schallwellen besonders effizient bricht. Damit Sie bei der Konstruktion alles beachten, ist es empfehlenswert, einen Fachmann heranzuziehen.

Kosten und Fördermöglichkeiten

Wie hoch die Kosten für den Einbau von Schallschutzfenstern und -türen ist, hängt in erster Linie vom Material und von der Schallschutzklasse ab. Während Türen und Fenster aus Kunststoff am günstigsten sind, steigt der Preis bei Holz-, Aluminium- und Holz-Alu-Varianten an. Während beispielsweise bei einem Kunststofffenster die Dämmung mit der zweiten Schallschutzklasse ca. 75 Euro pro Quadratmeter kostet, müssen Sie für die gleiche Klasse bei Holz-Alu-Modellen ca. 190 Euro zahlen.

Entscheiden Sie sich für die Durchführung der Schallschutzmaßnahmen, können Sie diese praktischerweise öffentlich fördern lassen. Einige Baulastträger erstatten bis zu 75 Prozent der Investitionen. Auch können Sie Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite von der KfW erhalten. Am besten informieren Sie sich frühzeitig, welche Förderprogramme für Sie infrage kommen. Eins ist jedenfalls sicher: von eingebautem Schallschutz werden Sie über Jahre hinweg profitieren!


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